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Ludwig Siegfried

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Siegfried Ludwig wurde am 14.Februar 1926 in Wostitz (Vlasatice) geboren.

Ludwig besuchte das Gymnasium in Znaim (Znojmo) und wurde 1944 zur Wehrmacht eingezogen. Nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft wurde er in Niederösterreich ansässig und studierte bis 1953 als Werkstudent Rechtswissenschaften.

1954 trat Ludwig in den Landesdienst ein und engagierte sich bei Personalvertretung und ÖAAB.

1964-69 war Ludwig Abgeordneter im niederösterreichischen Landtag, 1969-81 Landeshauptmannstellvertreter und wurde schließlich 1981 Landeshauptmann. Dieses Amt bekleidete er bis 1992.

Als solcher trat er für die Einrichtung einer eigenen Landeshauptstadt für Niederösterreich ein (nachdem Niederösterreich seit der Eigenständigkeit Wiens als Bundesland 1922 keine offizielle Landeshauptstadt mehr hatte) was mit St. Pölten 1986 realisiert wurde.

Ludwig beim Spatenstich für das neue Regierungsviertel in St. Pölten

In seine Amtszeit fiel auch die politische Wende in Osteuropa und der Fall des „Eisernen Vorhangs“, was für die Grenze zwischen Niederösterreich und der Tschechoslowakei große Bedeutung hatte. 1989 wurden von ihm, dem damaligen tschechoslowakischen Außenminister Jiří Dienstbier und dem damaligen österreichischen Außenminister Alois Mock beim Grenzübergang Hatě und Kleinhaugsdorf der Stacheldraht durchgeschnitten.

Durchschneiden des Stacheldrahts 1989, v. l.: Mock, Ludwig (mit Schere), Dienstbier (am Mikrofon)

Unter Ludwigs Ägide fiel ebenso der Bau des Marchfeldkanals, die Gründung der Donauuniversität in Krems sowie die Teilprivatisierung der EVN (vormals NEWAG).

Ludwig mit Papst Johannes Paul II. bei dessen Besuch in Österreich 1983

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Als Landeshauptmann leitete Ludwig in den 1980er Jahren eine Öffnung der Landesregierung zu „mehr Bürgernähe“ ein.

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