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Alexander Franz Fleischer

Alexander Franz Fleischer wurde am 14. Februar 1925 in Schiltern geboren.

Nach der Volksschule in Schiltern besuchte Fleischer das Reform-Realgymnasium in Znaim. Im Zweiten Weltkrieg wurde er einberufen und kämpfte in Italien, wo er in amerikanische Kriegsgefangenschaft geriet. Nach dem Krieg blieb er vorerst in Italien, wo er als Angestellter eines Reisebüros und als Präfekt eines Waisenhaus arbeitete. Im Jahre 1952 ging er nach Österreich zurück und besuchte die Hotelfachschule in Wien. Nach dieser Ausbildung wurde er im Jahre 1961 Portier im Hotel „Imperial“.

Fleischer war sehr heimatverbunden und so war es kein Wunder, dass er im Jahre 1965 Mitglied der Landsmannschaft „Thaya“, Mitglied des Vereins für Landeskunde von Niederösterreich, Mitglied des Niederösterreichischen Volksliedwerkes und Mitglied der Heraldisch-Genealogischen Gesellschaft „Adler“ in Wien wurde.

In seinen Forschungen, die sich am Anfang nur auf Schiltern und den Gerichtsbezirk Frain beschränkten, hatte Fleischer sich den Schwerpunkt „Volkslieder“ gewidmet. Im Laufe der Jahre wurde Fleischers Sammlung immer größer und umfasste ganz Südmähren. Inzwischen hat er mehr als 1200 Lieder und 50 Volkstanzmelodien zusammengesammelt. Dank ihm konnten im Jahre 1978 5 Sendungen mit insgesamt 100 südmährischen Liedern im Radio ausgestrahlt werden. Auch gründete Fleischer im Jahre 1973 die Singgruppe der „Gurdauer Frauen“, welche bei Festen, Treffen und Feiern zahlreiche Auftritte hatten und viel Beifall ernteten.

Aber nicht nur nach musikalischen Kulturgütern forschte er. Auch sammelte er wirtschaftsgeschichtliche Unterlagen, Trachten, Geschirr, Vorbeterbüchlein, Heiligen- und Wallfahrerbildchen, Rosenkränze und sonstige Alltagsgegenstände. So sammelte er auch 250 Volkssagen und über 6000 Landkarten, Theaterzettel und Ansichtskarten aus Südmähren.

Für seine Verdienste gegenüber seinen Landsleuten und seiner Heimat erhielt er:

  • das Südmährische Ehrenzeichen in Gold
  • das goldende Ehrenzeichen der Landsmannschaft „Thaya“
  • den Prof.-Josef-Freising-Preis (1983)

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