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Anton Windhab

Anton Windhab wurde am 14. August 1926 in Pumlitz geboren.

Seine Familie lebte in ärmlichen Verhältnissen und doch dachte Windhab immer wieder gern in seine Jugend zurück und an das Häuslerhaus in Oblas zurück, wo seine Familie nach seiner Geburt lebte.
Eine schwere Krankheit seiner Mutter stürzte die Familie in den finanziellen Ruin, da sie sogar ihr Haus veräußern mussten. Dafür wurde die Mutter aber wieder gesund und so waren die nächsten Jahre in Neuschallersdorf die Schönsten seines Lebens. Die Erlebnisse in dieser Zeit am Kellerberg und an der Thayagstettn prägten ihn und weckten in ihm die Liebe zur Heimat. Nach einem notwendigen Umzug nach Altschallersdorf wurde diese Heimatliebe durch seinen Erzieher Karl Bacher und einigen Freunden wie Johann Lang gestärkt. Mit die Einberufung 1944 endete diese fruchtbare Phase der Heimatverbundenheit. Als Marinesoldat in der Ostsee und danach im Landeinsatz im Westen erlebte er den Krieg und kam nach einer schweren Verwundung in amerikanische Gefangenschaft.

Nach dem Krieg begann er als Bauernknecht zu arbeiten und besuchte das Gymnasium in Dillingen. Doch nach der Vertreibung seiner Familie zog er 1947 zu seinen Eltern nach Göppingen, wo er in einer Textilfabrik arbeitete. Erst 1951 konnte er die Reifeprüfung absolvieren und begann 1953 am Pädagogischen Institut in Schwäbischen Gmünd zu studieren. Windhab machte die Ausbildung zum Lehrer für Gehörlose- und Schwerhörigenklassen. Nach seinem Studium begann er an der Gehörlosenschulen in Waldshut und in Heiligenbronn bei Schramberg zu lehren.

Von Anfang an war Anton Windhab bei allen Südmährertreffen anwesend und besuchte auch viele Kulturtagungen. Nach einiger Zeit und etwas Ermutigung von Landsleuten begann er alles zu sammeln, was er über Altschallersdorf und dessen Nachbarorte herausfinden konnte. Diese Arbeit wurde von vielen bekannten Landsleuten wie Anton Kreuzer, Felix Bornemann und Hans Freising unterstützt. Als Frucht seiner Arbeit brachte er im Jahre 1988 das erste Heft von „Schrifttum zur Geschichte und Heimatkunde des Znaimer Thayabodens“ heraus. Trotz eines schlimmen Augenleidens, was ihm fast unmöglich machte zu lesen, brachte er bis in das Jahr 1992 4 Hefte heraus und begann mit dem Bildband „Heimat um Znaim und Klosterbruck“, welches bereits 1993 erschien.

Als dank für seine Dienste an der Heimat erhielt er im Jahre 1992 den Professor-Josef-Freising Preis.

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