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Blick auf die Kapelle St. Florian

Buchen

Tschechischer Name: Buk

Fläche: 709 ha

Einwohner 1910: 497 in 73 Häusern (439 Deutsche), 1930: 409 in 83 Häusern (302 Deutsche), 2001: 214.

heutige Gemeindezugehörigkeit: Jindřichův Hradec (Neuhaus)

heutiger Verwaltungsbezirk: Jindřichův Hradec (Neuhaus)

Matriken: seit 1705 bei Neuhaus (Jindřichův Hradec)

Lage:

Buchen liegt 4 km südwestlich von Neuhaus (Jindřichův Hradec). Es wurde als Haufendorf um einen Dorfteich angelegt.

Geschichte:

Buchen wurde 1260 erstmals urkundlich erwähnt. Dabei wird Buchen als „Dorf Buchen bei der Stadt Neuhaus“ genannt. Im 17. Jh. ist ein Dorfrichter belegt. 1748 zog eine Heuschreckenplage den Ort in Mitleidenschaft. 1790 kam es zu einem Aufstand der Bauern, die sich gegen die Zahlung von Abgaben wehrten, welcher aber durch das Militär unterdrückt wurde. Der kurzfristig aufgekommene Namenszusatz „am Buchenwald“ konnte sich nicht durchsetzen. 1918 wurden einige Häuser Opfer eines Großbrandes. Der Ort gehörte bis 1848 zur Herrschaft Neuhaus (Jindřichův Hradec).

Vertreibung 1945/46:
Die deutschen Einwohner des Dorfes wurden noch vor dem Potsdamer Protokoll in einer sogenannten wilden Vertreibung Ende Mai 1945 über die Grenze nach Österreich vertrieben. Es folgte eine Neubesiedlung durch tschechische Bewohner.

Die Eingemeindung nach Neuhaus (Jindřichův Hradec) erfolgte 1964.

Wirtschaft und Infrastruktur:

Landwirtschaft: Anbau von Roggen, Hafer, Gerste, Kartoffeln, Rüben und Klee; Waldarbeit.

Gewerbe: Ziegelei (bis 1929), Gasthaus, Kleingewerbe und Handwerk.

Einrichtungen: 1900 wurde eine zweiklassige Schule gebaut.

Kulturerbe:

Die Dorfkapelle des Hl. Florian wurde 1767 erbaut. Altar mit dem Bild des Patrons von Bildhauer Mathias Neubauer aus Neuhaus mit Pyramidendach; in Oberbaumgarten (Horní Pěna) eingepfarrt.

Steinkreuz (1788), „Peststein“, sechs Feldkreuze, zwei Marterln.

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