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Tschechischer Name: Děbolín

Fläche: 823 ha

Einwohner 1910: 431 in 77 Häusern (380 dt. Ew.), 1930: 371 in 77 Häusern (289 dt. Ew.), 1961: 273.

heutige Gemeindezugehörigkeit: Jindřichův Hradec (Neuhaus)

heutiger Verwaltungsbezirk: Jindřichův Hradec (Neuhaus)

Matriken: seit 1705 bei Neuhaus (Jindřichův Hradec)

Lage:

Diebling ist ein Straßendorf, das 3,5 km nordwestlich von Neuhaus (Jindřichův Hradec) auf 513 m Meereshöhe liegt.

Geschichte:

Diebling wurde 1255 urkundlich anlässlich einer Schenkung des Witigo von Neuhaus an den Deutschen Ritterorden erwähnt. Die vermutlich durch den Dreißigjährigen Krieg verwüsteten Ortschaften dieser Gegend, so auch Diebling, wurden 1627 neu besiedelt. Eingepfarrt ist der Ort nach Neuhaus (Jindřichův Hradec).

Vertreibung 1945/46:
Im Frühjahr 1945 werden die deutschen Einwohner des Ortes vertrieben. Sie mussten eine Nacht auf dem Viehplatz von Neuhaus (Jindřichův Hradec) verbringen.

Diebling ist heute Ortsteil von Neuhaus (Jindřichův Hradec).

Wirtschaft und Infrastruktur:

Die vorwiegend als Landwirte und Handwerker tätigen Einwohner von Diebling lebten zu einem Teil auch von den Fischteichen des Ortes.

Gewerbe: Ziegelei, zwei Gasthäuser, Kleingewerbe.

Einrichtungen:
Volksschulgebäude (1768, 1900), Gemeindebücherei, Armenhaus, Bahnhof mit Dienstwohnung und Viehwaage, Postamt (1939), Freiw. Feuerw. mit Feuerwehrdepot.

Kulturerbe:

Kapelle aus dem Jahr 1782.

Schwarzes Marterl auf der alten Landstraße von 1506.

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