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Eduard_Hlatky

Eduard Hlatky wurde am 21.Februar 1834 in Brünn geboren.

Hier eine kurze Selbstdarstellung, die wir einem seiner Briefe an Richard Kralik entnehmen.

„1834 in Brünn geboren, wandte ich mich anfangs gymnasialen, dann technischen Studien zu, nach deren Absolvierung ich bei Trassierungen und Bahnbauten beschäftigt wurde. Im Jahre 1869 kam ich als Betriebsingenieur der Fünfkirchen-Pariser Eisenbahn nach Fünfkirchen, woselbst ich mich nach zwanzig Jahren als Oberingenieur pensionieren ließ. Seit Ende 1889 wohne ich in Wien, wo ich seit 1908 heimatberechtigt bin. Erst im Jahre 1888 begann ich, mich literarisch zu versuchen und am „Weltmorgen“ zu arbeiten, der 1896/1897 in erster und 1908 in 5. Auflage erschien. 1902 kann mein „An der Schwelle des Gerichtes“ und 1905 ein Band „Gedichte“ heraus.“

Rudolf Wolkan nennt Hlatky einen der Hauptvertreter des „Gral“, eines Bundes von österreichischen Schriftstellern unter Führung des aus Eleonorenhain im Böhmerwald stammenden Dichters Richard von Kralik. Dieser Bund bestand seit 1905 in Wien, gab seit 1906 die Monatsschrift „Der Gral“ heraus und vereinigte zahlreiche angesehene katholische Schriftsteller,die im Geiste der Romantik dachten und schrieben.

Eduard Hlatkys Hauptwerk ist die dramatische Triologie „Weltenmorgen“, bestehend aus „Der Sturz der Engel“, „Der Sündenfall“ und „Das erste Opfer“. Wolkan rühmt die schöpferische Phantasie, mit der Hlatky in dieser gewaltigen, Himmel, Erde und Hölle umspannenden Dichtung Unvorstellbares in farbige und lebendige Bilder umsetzt. Allerdings bemerkt er auch, dass die Feierlichkeit der Sprache oft durch ironische Spottlust getrübt werde.

Eduard Hlatky starb am 21. Februar 1913 in Wien.

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