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Emanuel_Johann_Karl_Wohlhaupter

Emanuel Johann Karl Wohlhaupter war der Sohn des Historienmalers Franz Johann Wohlhaupter aus Znaim (1644 – 1706), an den das Bildnis von P.Martin Stredonius im Mährischen Landesmuseum in Brünn erinnert.

Emanuel kam am 26.September 1683 in Brünn zur Welt. Er lernt in Wien und Italien, heiratet 1718 in Eibenschütz, lebt in Brünn und wird 1719 oder 1720 in Biebrich erwähnt, wo er dem Luca Antonio Columba bei der Ausmalung des Schlosses hilft. Über Mainz kommt er nach Fulda, wo ihn 1723 Kammerrechnungen als Hofmaler ausweisen. Von Wohlhaupter stammen manche wertvolle Kunstwerke in Fulda, wo er 1736 den Bürgereid leistet.

Mit seiner Signatur und der Jahreszahl 1730 ist das große Deckenfresko in der Orangerie in Fulda versehen. An ihn erinnern auch Werke im Kaisersaal und in anderen räumen des Schlosses zu Fulda, im Gymnasium und in der Stadtschule. Altarblätter befinden sich in der Hl.-Geist-Kirche und im Dom in Hammelburg, Kämmerzell und anderen Dörfern des Fuldaer Landes. Außerdem erinnern an ihn Bilder in Schloß Adolfsecke bei Fulda, Porträts von zwei Fürstäbten, Landschaften und Stillleben.

Unverkennbar ist bei Wohlhaupter der Einfluß italienischer Meister feststellbar. Seit 1747 stand er mit dem Malerkollegen J.A. Herrlein in Verbindung; dieser heiratete seine Tochter und folgte ihm als Hofmaler nach. Auch Wohlhaupters Bruder Franz Anton (geboren 1675 in Brünn) war zu seiner Zeit ein angesehener Maler.

Emanuel Johann Karl Wohlhaupter, im Fuldaer Land bekannter als in seiner mährischen Heimat, starb am 1.September 1756 in der Stadt Fulda, zu deren Kunstgeschichte er etliches beigesteuert hatte.

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