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Dr. Hans Freising

Dr. Hans Freising wurde am 18. Januar 1905 in Brünn geboren. Seit Vater war Professor Josef Freising der südmährische „Turnvater“ und Heimatforscher.

Nach seiner schulischen Ausbildung wurde er im Jahre 1932 Diplomingenieur der Elektrotechnik. Doch sein Interesse galt anderen Dingen und so wurde er um Vorgeschichtsforscher. Er war sowohl ein Mitherausgeber des umfassenden Werkes „Germanische Bodenfunde in Mähren“ als auch ein fleißiger Artikelschreiber, so dass seine Veröffentlichen im „Brünner Tagesboten“, der „Sudeta“, des „Brünner Tagesblattes“ und vielen anderen Zeitschriften abgedruckt wurden. Er fand in Mähren viele Bodenfunde, und so forschte er auch in der Eiszeitjäger-Station in Unter-Wisternitz. Leider musste er mit vielen Vorurteilen und Problemen kämpfen und so erhielt er trotz seiner ausgezeichneten Arbeiten auch keine Anstellung im mährischen Landesmuseum. Zwar wurde sein Anliegen sogar vom tschechischen Leiter des Museums unterstützt, doch zu der Zeit der Benes-Ära war es unmöglich für einen Deutschen in ein solches Institut zu kommen. Erst nach zwei Jahren der Arbeitslosigkeit bekam er einen Posten an der Deutschen Technischen Hochschule in Brünn für die Lehrkanzel für Mineralogie und Geologie.

Im 2. Weltkrieg wurde er im Jahre 1940 zur FLAK einberufen. Am Ende des Krieges war er in Italien stationiert. Um einer Gefangennahme zu entgegen zog er über die verschneiten Ötztaler Alpen. Danach gelangte er nach einer abenteuerlichen Flucht und der Vertreibung aus seiner Heimat in das schwäbische Esslingen. Dank seines Wissens wurde er, nachdem er 1949 an der dortigen Hochschule zum „Doktor der Naturwissenschaften“ promovierte, bald zum Oberlandesgeologen beim Geologischen Landesamt Stuttgart. Doch in seiner Freizeit widmete er sich der Arbeit für seine entrissene Heimat. Er sichtete , ordnete und wertete seine Dokumente aus und veröffentlichte seine heimatkundlichen Arbeiten. Als langjähriger Kulturbeauftragter des Heimatkreises Nikolsburg übernahm er im Jahr 1973 auch noch das Amt des Kulturbeauftragten des Südmährischen Landschaftsrates und die Hauptschriftleitung des Südmährischen Jahrbuches.

Hans Freising starb am 8. Dezember 1977 nach langer Krankheit in Stuttgart.

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