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Hans Wagner

Hans Wagner wurde am 3. März 1893 in Lechwitz bei Znaim geboren.

Er entstammt einer dort alteingesessenen Bauernfamilie. Sein Vater, von Beruf Landwirt, war langjähriger Bürgermeister von Lechwitz, von 1905 bis 1918 Landtagsabgeordneter von Mähren und von 1907 bis 1918 österreichischer Reichsratsabgeordneter.

Hans Wagner besuchte das Gymnasium in Znaim und die Lehrerbildungsanstalt in Hollabrunn. Er war dann an verschiedenen Schulen in Südmähren tätig. Wagner wurde im Jahre 1914 zum Kriegsdienst einberufen, in welchem er zweimal schwer verwundet und dafür mehrfach ausgezeichnet wurde. Im November 1918 kehrte er als Oberleutnant der Reserve in seine von den Tschechen besetzte Heimat zurück. Sein Auftreten gegen die Anmaßung der Tschechen und seine Werbung für den Anschluss der Sudetengebiete an Deutsch-Österreich führten wegen Aufwiegelung gegen die neuen Machthaber zu einer Verhaftung, Verurteilung zu einer Kerkerstrafe und Entlassung aus dem Schuldienst.

1925 wurde Wagner im Wahlkreis Iglau-Znaim-Nikolsburg als Abgeordneter in das Prager Parlament entsandt, wo er dem „Bund der Landwirte“ angehörte. Nach dem Anschluß des Sudetenlandes an das Reich leistete er von 1939 bis 1942 Wehrdienst, wurde später Landwirt und leitete bis zum Einmarsch der Russen 1945 auch die Schule von Borotitz. Von tschechischen Partisanen verhaftet und im Znaimer KZ festgehalten, gelang ihm schließlich die Flucht nach Österreich. Hier wurde er ein treuer Vertreter der Anliegen seiner vertriebenen Landsleute und ein aufrechter Verfechter des Selbstbestimmungsrechtes unserer Volksgruppe auf freier Heimaterde. Er führte den Vorsitz im Ausschuß der Zentralberatungsstelle der Volksdeutschen, gründete die Zeitung „Wegwarte“, die er von 1947 – 1960 redigierte, und 1962 als Grenzlandbeilage des Eckartboten die „Thayawarte“.

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