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Herbert_Buschek

Herbert Buschek

Herbert Buschek wurde am 15.Dezember 1929 in Poppitz bei Znaim geboren.

Nach dem Besuch der Volksschule in seinem Heimatort ging er auf die Hauptschule nach Znaim. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er im Juni 1945 von den Tschechen verhaften, mißhandelt und in der „Robotarna“ in Znaim eingesperrt. Nun wurde er zu fünf Jahren Arbeitslager verurteilt, welchen er nur durch eine Flucht zu Weihnachten entgehen konnte. In den nächsten Monaten half er vielen seiner Leidensgenossen über Schleichwege nach Österreich zu fliehen. Im April 1946 ging er nach Deutschland, wo er in Donzdorf bei Göppingen eine Bleibe fand. Erst war er in der Landwirtschaft und im Gleisbau tätig. Danach fand er schlussendlich im Jahre 1951 eine Stelle in einer Lederfabrik.
Im gleichen Jahr heiratete er Hedwig Bauer aus Schiltern und gründete mit ihr einen eigenen Hausstand. Dieser wurde bald durch seine Tochter belebt, die aber im Alter von 13 viel zu früh von dieser Welt scheiden musste. Doch auch Buscheks eigene Gesundheit war stark angeschlagen. Er hatte zwei Herzinfarkte und zwei Bypassoperationen, welche seine gesamte Kraft erforderten.

Buscheks Arbeit für seine Landsleute begann bereits 1950 indem er eine vollständige Liste alle Einwohner von Poppitz samt Gefallenen und Verstorbenen anfertigte. Ab den Jahre 1962 übernahm er die Aufgabe des Ortsvertrauensmannes von Poppitz und zwischen 1956 bis 1970 war er Schriftführer des Kreisrates von Znaim. Weiters wurde er in Donzdorf zum Vorsitzendes der SL und des BdV gewählt und wurde im Jahre 1969 Kassenprüfer des Landschaftsrates.

In den 90iger Jahren arbeite Buschek an einer umfassenden Dokumentation über seine Heimatgemeinde Poppitz und ihren großen Dichter Karl Postl (Charles Sealsfield). Diese Schriftstücke, Fotographien, Urkunden und Ahnentafeln füllen den Inhalt von 20 dicken Aktenordnern, was eine enorme Leistung für das Bewahren der Erinnerungen an die Heimat ist.

Aufgrund seiner Verdienste und Leistungen erhielt er:

  • das Ehrenzeichen in Silber (1961)
  • das Ehrenzeichen in Gold (1989)
  • Josef-Freising-Preis (1991)

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