Menü

Hermannsdorf

Dorfstraße von Herrmannsdorf

Bilder der Kirche von Schakwitz

Tschechischer Name: Heřmanice, Heřmanov

Fläche: 208 ha

Hermannsdorf, Einwohner 1910: 253 in 52 Häusern (alle deutsch), 1930: 248 in 55 Häusern (247 deutsche Ew.), 1961:

heutige Gemeindezugehörigkeit: Čejkovice u Znojma (Schakwitz)

heutiger Verwaltungsbezirk: Znojmo (Znaim)

Matriken: seit 1771 bei Groß Olkowitz (Oleksovice)

Lage:

Neben dem direkt benachbarten Čejkovice u Znojma (Schakwitz) zu dessen Gemeinde Hermannsdorf auch gehört sind weitere Nachbarortschaften Moskowitz (Mackovice) im Osten, Groß Olkowitz (Oleksovice) im Nordwesten und Lechwitz (Lechovice) im Westen. Hermannsdorf liegt auf 233 m Seehöhe.

Geschichte:

Nach Aufhebung des Prämonstratenserstiftes Klosterbruck im Jahr 1784 wurde der gesamte Güterkomplex des Stiftes in sieben Herrschaftsteile gegliedert: Bruck, Lechwitz, Mißlitz, Krawska, Mühlfraun, Zuckerhandl und Butsch. Diese Güter wurden dem Religionsfonds unterstellt. Die großen Flächen eigneten sich für die Schafzucht. So besaßen Groß Olkowitz (Oleksovice) und Schakwitz (Čejkovice) einen „Schafflerhof“. Allerdings ging der Absatz der Schafwolle Ende des 18. Jh. zurück. Um mehr landwirtschaftliche Arbeiter zur Nutzbarmachung der brachliegenden Flächen zu gewinnen, entstanden die Ansiedlungen Hermannsdorf, Philippsdorf und Mausdorf.

Nach dem Zerfall der Habsburgermonarchie 1918 fehlte vielen jungen Einwohnern die Großstadt Wien als Ziel für Existenzgründungen. Die kleineren Höfe wurden aufgeteilt.

Von 1939 bis 1945 wurde Hermannsdorf unter der NS-Herrschaft mit der Nachbargemeinde Schakwitz (Čejkovice) zusammengelegt. Die neue Gemeinde führte den Doppelnamen Hermannsdorf-Schakwitz. Hermannsdorf blieb nach 1945 Ortsteil von Schakwitz. Der Name der Gemeinde wurde jedoch in Čejkovice u Znojma geändert.

Der Ortsteil Hermannsdorf ist seit 1965 verödet.

Wirtschaft und Infrastruktur:

Landwirtschaft: Hermannsdorf war ein landwirtschaftlich geprägter Ort. 195 der 208 ha Gemeindefläche wurden für den Ackerbau genutzt.

Gewerbe: Gasthaus, Lebensmittelgeschäft, Schmied, Schneider, Schuhmacher.

Einrichtungen: Volksschule (1912), Raiffeisenkasse (1920) sowie Milchgenossenschaft (1923) gemeinsam mit Schakwitz (Čejkovice). Die Elektrifizierung erfolgte 1940.

Kulturerbe:

zur Kirche siehe unter Schakwitz (Čejkovice).

Weblinks:

Offizielle Gemeindeseite von Čejkovice/Schakwitz (tschechisch).

Genealogie:

zurück zum Ortsnamenverzeichnis deutsch, zurück zum Ortsnamenverzeichnis tschechisch