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Johannes Bammer

Johannes Bammer wurde am 31.Mai 1888 in Nikolsburg geboren.

Johannes Bammer erhielt in Nikolsburg seinen ersten Klavierunterricht bei Theodor R. Seifert
und wirkte kurze Zeit im Schulchor des Gymnasiums unter Franz Ertl mit.
Durch den frühen Tod seines Vaters Johannes Bammer, zerschlugen sich die Pläne der Familie, ihren hochbegabten Sohn an das Konservatorium in Wien zu schicken. Seine Mutter Barbara, geb. Daller, verheiratete sich wieder mit dem Kunstmaler Emil Fiala.

1903 zog die Familie nach Leitmeritz, wo Johannes Bammer Klavierunterricht bei dem Pianisten Robert Glaser erhielt und 1905 in einem Wohltätigkeitskonzert mit Werken von Schumann (Abbegg-Variationen) und Teresa Carreno (Konzertwalzer) debütierte. Nach dem Einjährig-Freiwilligen-Jahr in der Garnison Theresienstadt (1907/08) studierte er Jura in Graz und Prag, wo er 1913 promovierte. Im gleichen Jahr noch erhielt er seine erste Anstellung am Bezirksgericht in Komotau. 1915 wurde er Gerichtsoffizier in Leitmeritz.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Bildung der Ersten Tschechoslowakischen Republik arbeitete Johannes Bammer von 1920 bis 1945 als Syndikus der Industrieverbände für Stahl, Glas, Textilien und Leder in Rumburg. Dies wurde nur 1939/40 für ein Jahr unterbrochen, als er die Funktion des Hauptgeschäftsführers des Gesamtverbandes der Industrie für das gesamte Sudetenland in Reichenberg übernommen hatte. Durch die Vertreibung kam Johannes Bammer mit seiner Frau zunächst nach Löbau/Sachsen, wo sie bei der ihnen befreundeten Klavierbauer-Familie Förster Zuflucht fanden, von dort 1949 nach Rüdesheim am Rhein, 1958 nach Frankfurt am Main, 1963 nach Höchberg bei Würzburg und schließlich 1975 nach Bonn, wo er wenige Wochen vor seinen 100. Geburtstag starb.

An Auszeichnungen erhielt Johannes Bammer

  • die Silberne Ehrenplakette der Stadt Böblingen
  • den Adalbert-Stifter-Preis
  • den Südmährischen Kulturpreis (1987)

Johannes Bammer verstarb am 17.März 1988 in Bonn.

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