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Ansichtskarte um 1940

Tschechischer Name: Kuní

Fläche: 627 ha

Einwohner 1910: 342 in 67 Häusern (sämtliche deutsch), 1930: 302 in 66 Häusern (281 deutsche Ew.).

heutige Gemeindezugehörigkeit: Staré Město pod Landštejnem (Altstadt)

heutiger Verwaltungsbezirk: Jindřichův Hradec (Neuhaus)

Matriken: seit 1668 bei Altstadt (Staré Město pod Landštejnem)

Lage:

Kain lag 12,5 km südöstlich von Neubistritz (Nová Bystřice) auf 558 m Höhe und ist als Längsangerdorf angelegt.

Geschichte:

Kain, zu dem die Dörfer Dietreichs (Dětříž), Bernhards (Pernárec) und Kockschlag (Košlák) gehörten wurde 1487 urkundlich erwähnt. Die Besiedlung erfolgte vermutlich im 14. und 15. Jh. Die Siedlung Kockschlag (Košlák) entstand aus einem Meierhof.

1654 ist erstmals der Name „Kain“ in seiner heutigen Form genannt.

Kain war nach Altstadt (Staré Město pod Landštejnem) eingepfarrt.

Vertreibung 1945/46:
Unter Androhung von Gewalt mussten am 28. Mai 1945 alle deutschen Einwohner bis auf drei Familien innerhalb einer halben Stunde ihre Häuser verlassen. Ungefähr die Hälfte der nach Österreich vertriebenen Einwohner aus Kain wurde ab Februar 1946 nach Westdeutschland abgeschoben.

Nach 1952 wurde der Ort gemeinsam mit den drei anderen Dörfern abgebrochen, da er im militärischen Sperrgebiet zur Grenze lag.

Wirtschaft und Infrastruktur:

Die Bewohner waren hauptsächlich in Landwirtschaft und Viehzucht tätig. Daneben gab es eine Leinenweberei, eine Hammermühle mit Brettsäge in Dietreichs (Dětříž), zwei Gasthäuser und eine Schmiede.

Einrichtungen: einklassige Schule (1882/83, ab 1932 zweiklassig), Gemeindebücherei, zuständiges Postamt in Altstadt (Staré Město pod Landštejnem), Freiw. Feuerwehr (1908) mit Spritzenhaus, Spar- und Darlehenskasse (1901).

Kulturerbe:

Kapelle zur Seligen Jungfrau: 1860/61, bei Altstadt (Staré Město pod Landštejnem) eingepfarrt.

Steinkreuz von 1810.

weiters: Kapelle in Dietreichs (Dětříž) und Pestsäule in Bernhards (Pernárec).

Weblinks:

Historische Fotos und Karten von Kain sowie aktuelle Bilder der Wüstung auf www.zanikleobce.cz

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