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Karl_Truppe

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Karl Truppe wurde am 19.Februar 1887 in Radsberg bei Klagenfurt als erster Sohn eines Lehrers geboren, der dann viele Jahre Direktor der Schule in Viktring bei Klagenfurt war.

Dort kam der junge Truppe schon in frühester Jugend mit dem „Viktringer Künstlerkreis“ in Kontakt, der sein künstlerisches Talent sowohl für die Malerei, als auch für die Musik erkannte und förderte. Nach dem Abitur 1905 begann Karl Truppe sein Studium an der Wiener Kunstakademie und wurde bald mit dem „Naturkopfpreis“ ausgezeichnet. Er hing auch der Liebe zum Cellospiel nach, entschied sich aber dann für den Weg des bildenden Künstlers, ohne dabei sein musikalisches Talent verkümmern zu lassen. Frühe Auszeichnungen, wie die Medaille der Stadt Klagenfurt und der ihm 1914 zuerkannte Rom-Preis, bestätigten Karl Truppes künstlerische Arbeit schon in jungen Jahren. Im ersten Weltkrieg setzte sich sein Weg als Kriegsmaler fort und er erhielt auch den Auftrag, Österreichs letzten Kaiser Karl I. zu porträtieren.

Von 1917 bis 1937 fand Truppe in Brünn eine zweite Heimat. Viele von uns Brünnern haben seine Tätigkeit als Leiter von Mal- und Zeichenkursen gekannt, aber noch mehr sein künstlerisches Schaffen, das in vielen Ausstellungen im Brünner Künstlerhaus zu sehen war und für das er mit dem „Brünner Künstlerpreis“ und anderen Medaillen geehrt wurde. In dieser Zeit verbreitete sich vor allem sein Ruf als Porträtist, wodurch er 1928 den Auftrag erhielt, den tschechoslowakischen Präsidenten Th.G.Masaryk zu malen. Später führten ihn Porträtaufträge 1931 nach New York und Chicago. Nach der Rückkehr folgten viel bejubelte Ausstellungen in Deutschland und er wurde 1938 als Professor für bildende Kunst an die Kunstakademie Dresden berufen und 1943 an die Akademie von München.

Die Anerkennung, die Truppe in jener Zeit zuteil geworden war, wurde ihm nach 1945 angelastet. Man übte negative Kritik an seinem Malstil und seinen Bildern. Damals kehrte er endgültig nach Kärnten zurück, wohin er nie seine Bindung verloren hatte, und er machte sich in Viktring/Klagenfurt ansässig. Er gründete die Gesellschaft der Kunstfreunde in Klagenfurt sowie eine Mal- und Zeichenschule und war auch weiter sehr produktiv tätig.

Karl Truppe starb am 22.Februar 1959 in Viktring.

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