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Kapelle des hl.Laurentius

Tschechischer Name: Korolupy

Fläche: 1.587 ha

Einwohner 1910: 406 in 77 Häusern (334 dt. Ew.), 1930: 432 in 83 Häusern (255 dt. Ew.), 1961: 317.

heutiger Verwaltungsbezirk: Znojmo (Znaim)

Siegel: Das Siegel aus dem Jahr 1498 zeigt Maria mit dem Jesuskind flankiert von zwei Blütenstengeln.

Matriken: seit 1858 (davor ab 1751 bei Vöttau).

Lage:

Kurlupp wurde in Form eines Runddorfes angelegt und liegt auf 420 m Meereshöhe.

Geschichte:

1373 als „villa Chirlobw“ erstmals urkundlich erwähnt. 1487 gehörte der Ort zur Herrschaft der Herren von Kraigk, nach 1564 zur Herrschaft Ungarschitz (Uherčice u Znojma).

Zuständiger politischer Bezirk war bis 1938 Mährisch Budwitz (Moravské Budějovice). Im nationalsozialistischen Reich war Kurlupp von 1938 bis 1945 dem Kreis Horn angegliedert.

Der Zweite Weltkrieg forderte 18 Opfer aus dem Ort.

Vertreibung 1945/46:
Am 9. Juni 1945 kamen die ersten tschechischen „Partisanen“ mit Lastwagen in den Ort. Den deutschen Bewohnern von Kurlupp wurde befohlen sich innerhalb einer Stunde bei der Kirche zu sammeln. Nun wurden sie von ihren tschechischen Bewachern über die Grenze nach Österreich vertrieben.

Wirtschaft und Infrastruktur:

Landwirtschaft: In erster Linie lebte die Bevölkerung vom Getreideanbau. Daneben wurden auch Erbsen, Linsen, Wicken und Klee angebaut. Weitere wichtige Bereiche waren die Viehwirtschaft (543 Rinder und 224 Schweine um 1910) und Waldarbeit (563 ha um 1900).

Gewerbe: Sägewerk und Ziegelbrennerei, eine Mühle mit Wasserantrieb und zwei Gastwirtschaften mit Kegelbahn. Später wurde eine Gastwirtschaft mit Lebensmittelgeschäft eingerichtet. Ansonsten gab es das übliche Kleingewerbe und Kleinhäusler.

Einrichtungen: zuständiges Postamt in Ungarschitz (Uherčice u Znojma), Feuerwehrhaus mit Tanzsaal und Bühne, Volksschule (1891, einklassig, später zweiklassig), Kindergarten, Gemeindebücherei, Raiffeisenkasse (1903), zwei Armenhäuser, Getreidereinigungsstation, Lagerhaus, Lagerhausgenossenschaft, Milchgenossenschaft, Freiw. Feuerwehr, Elektrifizierung 1936.

Kulturerbe:

Pfarrkirche zum hl. Laurentius: 1797/98 erbaut, 1860 erweitert, Marmoraltar von 1930, Pfarre seit 1857.

Pfarrhaus von 1857.

Kapelle der Schmerzensmutter.

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