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Ludwig Deutsch

Ludwig Deutsch wurde am 10. Mai 1909 in Znaim geboren.

Nach dem Besuch der Volksschule und der Bürgerschule in Znaim ging er an das Reformrealgymnasium von wo er danach auf die Deutsche Universität Prag wechselte, um ein Rechtsstudium zu beginnen. Nach dem Anschluss im Jahre 1938 begann er seine Staatsanwaltschaft in Znaim und wurde im Jahre 1941 zum Justizinspektor ernannt.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde Deutsch einberufen und zuletzt Kompaniechef im Range eines Oberleutnants in Steyr. Dort ging er in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft ließ er sich in Hörsching bei Linz nieder, wo er als Landesbediensteter in den Flüchtlingslagern in Oberösterreich für Kultur-, Schul- und Fürsorgefragen zuständig war.

Ab 1956 wurde er Beamter der Landes Oberösterreich und Leiter des Referats „Kranken – und Kuranstalten“. Im Jahre 1974 wurde er zum Regierungsrat ernannt.

Nach seiner Pensionierung im Jahre 1975 widmete er sich ganz der Sache der Südmährer. Er führte heimatkundliche Forschungsarbeiten und Sammlungen im Bereich Znaim durch und schrieb viele Beiträge für das „Südmährische Jahrbuch“. Auch begann er Nachforschungen bezüglich des Wirtschaftswesens und der Postgeschichte im Znaimer Bezirk. Gleichzeitig führte er auch den einige Mal den Posten des Obmann und den Obmannstellvertreters aus. Auch wurde er 1977 Schriftleiter des Österreich-Teiles des „Südmährers“ und 1980 Verbindungsmann des Südmährischen Landschaftsrates zu den Südmährern in Österreich.

Aufgrund seiner vielen Verdienste für seine Landsleute wurde ihm im Jahre 1984 der Prof.-Josef-Freising-Preis verliehen.

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