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Schakwitz

Bilder der Kirche von Schakwitz

Tschechischer Name: Čejkovice (Čejkovice u Znojma)

Fläche: 313 ha

Schakwitz, Einwohner 1910: 270 in 52 Häusern (alle dt.), 1930: 307 in 71 Häusern (306 deutsche Ew.), 1961:

heutiger Verwaltungsbezirk: Znojmo (Znaim)

Matriken: seit 1694 bei Groß Olkowitz (Oleksovice).

Lage:

Schakwitz liegt auf 233 Metern über dem Meer und ist als Straßendorf angelegt. Nachbarorte sind Groß Olkowitz (Oleksovice) im Nordwesten, Moskowitz (Mackovice) im Osten, Possitz (Božice) im Süden und Lechwitz (Lechovice) im Westen.

Geschichte:

Das Dorf „Chaikowicz“ ist urkundlich 1190 erstmals genannt. Eine Urkunde vom 1. Juli 1284 nennt „Schenkwitz“, in dem 1314 ein „Wictinus de Schenkwitz“ freien Besitz hatte. Eine bereits in Deutsch verfasste Urkunde vom 5. März 1337 nennt ein „Lehen ze Schengwicz mit pvrechrecht“.

1349 rottete die Pest fast die gesamte Einwohnerschaft aus.

1531 war das Dorf fast verödet, wurde allerdings ca. 50 Jahre später wieder gegründet. Während des Dreißigjährigen Krieges im 17. Jh. wurde wurde das damals zwischen Hosterlitz (Hostěradice) und Groß Olkowitz (Oleksovice) gelegene Schakwitz jedoch völlig zerstört.

Erst 1711 wurde der Ort südlich von Groß Olkowitz (Oleksovice) neu gegründet, seit mindestens 1749 ist seine heutige Namensform unverändert.

Als nach der Aufhebung des Klosters Bruck 1784 dessen Güterkomplex in sieben Herrschaftsteile aufgegliedert wurde, entstand 1788 u. a. auch die neue Kolonie Herrmannsdorf (Heřmanice).

Nach dem Ende der Grundherrschaften im 19. Jh. war Schakwitz Bestandteil des Verwaltungsbezirkes Znaim (Znojmo)

Von 1939 bis 1945 wurde Schakwitz mit Hermannsdorf unter der NS-Herrschaft zusammengelegt und führte den Doppelnamen „Hermannsdorf-Schakwitz“ für die Gesamtgemeinde. In dieser Form war es Bestandteil des Kreises Znaim (Znojmo). Nach 1945 blieb Hermannsdorf Ortsteil von Schakwitz. Der Name der Gemeinde wurde in Čejkovice u Znojma geändert.

Der Ortsteil Hermannsdorf ist seit 1965 verödet. Im Jahr 1974 hatte Schakwitz 317 Einwohner, ein Teil davon stammte vermutlich aus dem verödeten Hermannsdorf.

Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus Schakwitz 1945/46:
Am 12. August 1945 mussten alle deutsch-mährischen Einwohner von Schakwitz binnen 24 Stunden den Ort verlassen. Vorher mussten sie eine Erklärung unterschreiben, dass sie den Ort „freiwillig“ verließen. Danach wurden die ehemaligen Bewohner Richtung österreichische Grenze getrieben.

Wirtschaft und Infrastruktur:

Landwirtschaft: Auf 284 Hektar wurde Ackerbau betrieben. Der Weinbau spielte auf 5,4 Hektar um 1900 eine kleine Rolle.

Gewerbe: Wirtshaus, Lebensmittelgeschäft, Schmied, Schneider.

Einrichtungen: zweiklassige Schule (1914, davor Schulgebäude von 1800 und 1829), die Elektrifizierung erfolgte 1940.
Schakwitz besaß gemeinsam mit Herrmannsdorf (Heřmanice) eine Raiffeisenkasse (1920) und eine Milchgenossenschaft (1923).

Siegel:

Im 19./20.Jahrhundert hatte die Gemeinde Schackwitz lediglich einen bildlosen Stempel in Verwendung.

Kulturerbe:

Kirche: anstelle einer früheren Kapelle wurde 1779 eine neue durch das Kloster Bruck erbaut, die 1853 erweitert wurde wobei der Altarraum erhalten geblieben war. An dieser Stelle wurde 1910/11 von Moritz Ambros, Mühlfraun (Dyje), eine Kirche erbaut. Kirchenschiff mit Tonnengewölbe; Kanzel und Inneneinrichtung von N. Pegrisch in Brünn; eingepfarrt nach Groß Olkowitz (Oleksovice).

Weblinks:

europas-mitte.de/Schakwitz.pdf (deutsch)

Genealogie:

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