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Theo_Modes

Theo Modes kam am 19.Februar 1888 in Brünn zur Welt.

Dort besuchte er das Gymnasium, bevor er studierte und an der Universität Köln zum Doktor der Philosophie promovierte. Seine Dissertationsarbeit hatte den Titel „Die Urfassung und einteiligen Bühnenbearbeitungen von Schillers Wallenstein“ und erschienen 1931 bei Stiepel in Reichenberg, Karlsbad, Zürich, Bremen, Nürnberg, Halle, Hamburg, St. Gallen (1919-1923), Graz (1923-1926) und in Köln (1926-1930). Von 1938 bis 1942 war er Direktor des Deutschen Theaters in Brünn. In der Anfangszeit hatte er noch unter erschwerten Verhältnissen zu Leiden, was aus der politischen Lage zu erklären war.

Für die sudetendeutsche Theaterlandschaft setzte Theo Modes zwei wichtige Akzente. In der alten Reichsstadt Eger leitete er die Wallenstein-Festspiele in den Jahren 1934, 1938 und 1939. Dies ist sowohl in der Theatergeschichte für die Geschichte des Freilichttheaters bedeutend als auch ein gleichzeitiges Ruhmesblatt sudetendeutscher Theatergeschichte.

Vorher, im Jahre 1931, hatte Modes auch die Jedermann-Festspiele im Wallfahrtsort Haindorf in Nordböhmen durchgeführt. Nach dem Kriege verschlug es Modes nach Leipzig, wo er als Dozent an der Staatlichen Schauspielschule wirkte. 1953 trat er in den Ruhestand. In der Folge war er noch wiederholt als Gastregisseur tätig. In seinen letzten Lebensjahren arbeitete er an einer Geschichte des sudetendeutschen Theaters, welche er jedoch nicht vollenden konnten. Es ist schade, daß auch die fertiggestellten Teile verloren gegangen zu sein scheinen. Dies bedeutet einen großen Verlust, da Modes wie kaum ein anderer die fachlichen Kenntnisse und die Erfahrungen eines Theatermannes besaß.

1917 hatte Theo Modes das Buch „Zum Kunst- und Idealtheater. Darlegung seiner wichtigsten äußeren und inneren Bedingungen in Wort und Bild“ bei Breitkopf und Härtel in Leipzig herausgebracht. Über dieses Buch, zu dem der Iglauer Karl Hans Strobl ein Geleitwort geschrieben hatte, äußerte sich der große Theatermann Ludwig Barnay sehr anerkennend.

Theo Modes verstarb 1962 in Leipzig.

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