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Windschau_zu_Frain

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Tschechischer Name: Onšov

Fläche: 605 ha

Einwohner 1910: 130 in 27 Häusern (129 dt. Ew.), 1930: 234 in 29 Häusern (136 dt. Ew.), 1961:

heutiger Verwaltungsbezirk: Znojmo (Znaim)

Matriken: seit 1642 bei Frain (Vranov)

Geschichte:

In einer Urkunde vom 28. August 1323 ist „Oneschow“ als Besitz der Herrschaft Frain (Vranov) erstmal genannt. 1339 und 1358 findet sich die Namensform „Onschau“. 1671, 1730, 1755 und wieder 1771 tauchte die Namensform „Wintscahu“ auf. Seit 1802 gab es die heutige deutsche Schreibweise „Windschau“.

1516 und 1535 wird das Dorf jeweils als „öde“ bezeichnet. Es konnte jedoch nach 1550 neu erbaut und besiedelt werden. Um 1561 werden wieder rund 100 Einwohner gezählt.

Zwischen 1924 und 1926 wurde eine Verbindungsstraße zur Bezirksstraße Richtung Schönwald (Šumná, Šumvald) gebaut.

Als in den 1930er Jahren die Frainer Talsperre errichtet wurde, waren davor 25 ha Grund abgelöst worden.

Während der NS-Herrschaft wurde Windschau 1939 als Ortsteil in den Markt Frain (Vranov) eingemeindet.
Im August 1942 wurde ein landwirtschaftlicher Arbeiter aus Windschau, der als Angehöriger des „Protektorats“ galt, vom Wiener NS-Sondergericht zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt, weil er mehrere Schweine ohne Genehmigung geschlachtet hatte.

Vertreibung der Windschauer Bevölkerung 1945/46:
Nach dem Einmarsch der Sowjetarmee im Mai 1945 kamen tschechische „Revolutionsgardisten“ nach Windschau. Am 20. Juni 1945 wurden alle deutschen Windschauer nach Österreich vertrieben.

Wirtschaft und Infrastruktur:

Landwirtschaft, Kleingewerbe, Großgrundbesitz, Freiwillige Feuerwehr (1925, mit Gerätehaus 1928).

Kulturerbe:

Kapelle zur hl. Anna, 1754.

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