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Ortsteich und Kapelle von Wispitz

Tschechischer Name: Bělčovice

Fläche: 293 ha

Einwohner 1910: 160 in 36 Häusern (153 dt. Ew.), 1930: 167 in 36 Häusern (129 dt. Ew.), 1961: 129.

heutige Gemeindezugehörigkeit: Dešná u Dačic (Döschen)

heutiger Verwaltungsbezirk: Jindřichův Hradec (Neuhaus)

Matriken: seit 1645 bei Neustift (Nové Sady).

Lage:

Wispitz liegt nordnordöstlich von Piesling (Písečné) in einer von Steinberg (556 m NN) geschützten Mulde zwischen Neustift (Nové Sady) und Jamnitz (Jemnice) in 530 m Seehöhe.

Geschichte:

Die erste urkundliche Erwähnung stammt von 1348. Aus dem 14. Jh. ist eine „Veste“ nachgewiesen. Bis 1674 bestand in Wispitz ein Meierhof der Herrschaft Alt Hart (Staré Hobzí). Nach der Ermordung des Grafen Josef Franz von Deblin am 21. Juni 1724, übernahm die Staatsgüterdirektion in Klosterbruck den Meierhof, teilte aber die dazugehörigen Grundstücke an 14 Bodenerwerber auf. Die Vermessung der Grundstücke wurde 1785 vorgenommen und jeder Ansiedler erhielt Äcker, Wiesen und Gartengrund von je 20 Metzen (3,84 ha).

1925 wurden die Ortsstraße gebaut und der Bach reguliert.

Politisch war Wispitz bis 1938 dem Bezirk Mährisch Budwitz (Moravské Budějovice) und gerichtlich dem Bezirk Jamnitz (Jemnice) zugeordnet. Von 1938 bis 1945 war Wispitz als Bestandteil des nat.soz. Deutschen Reiches dem damals neu gebildeten Landkreis Waidhofen a.d. Thaya angegliedert.

Vertreibung 1945/46:
Am 9. Juni 1945 wurden alle Deutschen von „Revolutionsgardisten“ aus Wispitz über Qualitzen (Chvaletín) nach Österreich vertrieben. Auf Veranlassung des dortigen sowjetischen Kommandos, mussten den Leuten Fuhrwerke zum Transport zur Verfügung gestellt werden.

Wirtschaft und Infrastruktur

Ackerbau, Viehzucht und Waldwirtschaft, Kleingewerbe.

Einrichtungen: einklassige Schule (1879), zuständiges Postamt in Piesling (Písečné).

Kulturerbe:

Kapelle Mariahilf/hl. Theresia v. Avila, eingepfarrt nach Neustift (Nové Sady).

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