Bezirk Neubistritz - Nova Bystrice

heute Neuhaus - Jindrichu Hradec

Das ursprünglich vom Waldviertel im 12.und 13.Jahrhundert besiedelte und zur Babenberger Mark gehörende Land (bis 1179 zur Grafschaft Raabs), kam 1282 zu Mähren und 1306 zu Böhmen. Das ehemals deutsch besiedelte Gebiet reichte mit einer Sprachzunge weit über Neuhaus hinaus und liegt zum Teil in der Wittingauer Senke, zum größeren Teil an der "böhmisch - mährischen Höhe"; höchste Erhebung ist der Markstein mit 731 m.

Die waldgekrönten Berge und über 500 Teiche geben der Landschaft das Gepräge.

Neubistritz - Stadtkirche mit Schloß
Der Wechsel zwischen Berg und Tal in dieser ein wenig einsamen, herben und zuweilen auch rauhen Waldwelt machen ihren Reiz aus. Felspartien mit Granit treten in großer Mannigfaltigkeit zu Tage. Im Wittingauer Gebiet stehen 10.000 ha als Feuchtgebiete unter Schutz des Ramsar-Abkommens, die auf österreichischer Seite mit 13.000 ha (Litschau, Heidenreichstein, Gmünd, Weitra) ihre Fortsetzung finden. (Naturschutz im Einklang mit BIO-Landwirtschaft und Versorgung aus der Region z.B. im Moorbad Harbach bei Weitra). Seltene Vogelarten (Nachtreiher, Flußuferläufer, Zwergstrandläufer u.a.), so wie 29 Libellenarten bereichern die Natur.

Das ehemals deutsch besiedelte Gebiet mit 389 km
2, hatte neben der Stadt Neubistritz, drei Märkte, 54 Dörfer und im Jahr 1930 insgesamt 19.900 Einwohner, davon 16.121 Deutsche (um 5.425 weniger als 1910), 3.217 Tschechen , (um 100% mehr als 1910), 59 Juden und 419 andere Nationalitäten. Am 28., 29. und 30. Mai 1945 wurde die gesamte deutsche Bevölkerung, unter Gewaltopfern in jeder Gemeinde, über die österr. Grenze gejagt.


Einige Orte entlang der niederösterreichischen Grenze wurden dem Erdboden gleichgemacht, die meisten anderen Dörfer dem Verfall preisgegeben, da heute das Gebiet um 25 % weniger Einwohner zählt.

Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die Pfarrkirche St.Peter und Paul, urkundlich 1188 erwähnt, und die Katharinenkirche, so wie das Schloß, eine ehemalige Wasserburg. Ferner die Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt in Altstadt, die Dreifaltigkeitskirche in Kloster.Das älteste Baudenkmal ist die Burgruine Landstein.

Kloster - Ort und Kirche
Landkarte Südmähren (zweisprachig) und Reiseführer Südmähren s.a.Buchbestellung oder bei Kulturverein Südmährerhof

Karte im Aufbau
 
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