Südmähren:
Land an der Thaya |
| Die nördliche
Grenze von Niederösterreich zu Tschechien durchschneidet in ihrem
W-O-Verlauf, teilweise der deutschen Thaya folgend, ein ursprünglich
einheitlich besiedeltes Gebiet und war jahrhundertelang bis 1919 nur
eine Verwaltungsgrenze. In einem bis zu 40 km tiefen und 2.400 qkm
großen Siedlungsstreifen von Neubistritz (Nova
Bystrice) im südböhmischen Schönteichgau im Westen
über Zlabings (Slavonice)
und die Bezirke Znaim (Znojmo)
und Nikolsburg (Mikulov) im
Osten lebten bis 1945 in 249 Gemeinden 183.000 Deutsche, neben 23.000
Tschechen, 3.900 Juden und 1.900 Kroaten. |

Bild : Schönteichgau
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| Der westliche
Teil, an Litschau und Heidenreichstein grenzend, liegt
am Rande der Böhmisch-Mährischen Höhe, höchste Erhebung
ist der Markstein (Vysoky kamen) 731 m und stellt mit dem Waldviertel
eine landschaftliche Einheit dar. Ebenso das Zlabingser Ländchen,
an der mährischen Thaya gelegen, wie auch das wildromantische
Tal der deutschen Thaya, von Drosendorf über Frain
(Stausee Vranow) nach Hardegg (Nationalpark) und Znaim,
das am Rande der böhmischen Urgesteinsmasse (Gneis) liegt. |

Bild: Nationalpark Thayatal
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| Der
östliche Teil, mit den fruchtbaren Schwemmlandböden der Thaya
und den sanften Hügeln - Retz, Laa und Poysdorf
benachbart - ist dem niederösterreichischen Weinviertel verwandt,
auch was die Bodennutzung mit Wein- und Obstbau, sowie Feldgemüse-
und Getreidebau betrifft. Die Seehöhe liegt bei 200 m im Thayaboden
hinter Znaim und 145 m bei der Einmündung der Thaya in die
March. Im letzten Thayabogen liegen auch die Juraklippen der Pollauer
Berge (Ausläufer der Leiserberge und der Klippen von Staatz
und Falkenstein) mit der höchsten Erhebung dem Maidenberg
(Devin) 550 m.
Bild: Pollauer Berge
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