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Gebharz

Modelle der Ortschaft Gebharz

Ortsansicht

Die Kapelle Mariä Geburt und St. Katharina

Tschechischer Name: Skalka, Kebharec

Fläche: 375 ha

Einwohner 1910: 217 in 45 Häusern (alle dt.), 1930: 166 in 42 Häusern (148 dt.), 1961: 34.

heutige Gemeindezugehörigkeit: Nová Bystřice (Neubistritz)

heutiger Verwaltungsbezirk: Jindřichův Hradec (Neuhaus)

Matriken: seit 1789 bei Konrads (Konrac)

Lage:

Gebharz liegt 9 km ostsüdöstlich von Neubistritz (Nová Bystřice) auf 600 m Höhe. Der Gebharzteich 4 ha, Olienteich 3 ha. Bei den Olinghäusern im Wald befindet sich der „Reiterstein“.

Geschichte:

Der Name leitet sich vermutlich von Gebhard I. ab unter dem die Besiedlung des Landstriches zu Beginn des 13. Jh. erfolgte. Im Jahr 1249 wird Gebhardz bzw. Gebhards erstmals urkundlich genannt. 1487 wird auch der Teil Gebharz von Wolfgang von Kraigh seinen beiden Söhnen übergeben.

Das Straßendorf mit dem Ortsteil Waldhäuser wurde 1489 sowie 1542 wieder urkundlich erwähnt, allerdings als „öd“ bezeichnet. Im Steuerkataster von 1654 fand noch einmal eine Nennung statt. An der Stelle des verödeten Ortes lag später der Gebhartsteich. Der Ort Gebhards oder Gebharz dürfte danach wieder neu besiedelt worden sein. Unter dem Grafen Herberstein wurde nach Silber gegraben. Aus den Ansiedlungen der Bergleute entstand 1790 der Ort Philippsdorf (Filipov).

Vertreibung 1945/46:
Am 29. Mai 1945 wurden alle Deutschen aus dem Ort vertrieben. Sechs Familien konnten in Österreich bleiben, während sich die restlichen Familien in Deutschland niederließen. Eine Familie wanderte nach Frankreich aus.

Ein Teil des Ortes verödete danach. Die heutige Ansiedlung trägt den Namen Skalka und gehört zur Gemeinde Nová Bystřice (Neubistritz).

Wirtschaft und Infrastruktur:

Landwirtschaft und Gewerbe: Ackerbau und Viehzucht; Leinenweber, Waldarbeiter; Gasthaus, Schreiner, Maurer.

Einrichtungen: einklassige Schule, zuständiges Postamt in Altstadt (Staré Město pod Landštejnem).

Kulturerbe:

Kapelle Mariä Geburt und St. Katharina: nach Kloster (Klášter) eingepfarrt, heute wieder renoviert.

Weblinks:

historische und aktuelle Fotografien auf www.zanikleobce.cz

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