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Karl_Postl/Charles_Sealsfield

Charles Sealsfield

Das Grab von Charles Sealsfield

Karl Postl wurde am 3.März 1797 als Sohn des Ortsrichters von Poppitz bei Znaim geboren, wo er das Gymnasium besuchte und 1813 auf Wunsch seiner Mutter als Novize zu den Kreuzherrn nach Prag kam.
Er studierte Theologie und wurde zwei Jahre später zum Priester geweiht. Wegen seiner Sprachkenntnisse wurde er Ordenssekretär. Leider erfüllte ihn dieses Leben nicht und es kam zu Spannungen woraufhin Karl Postl in die Welt zurück floh. Seine Flucht führte ihn sogar bis in die Nähe seines Heimatortes, dort hatte er mit seinem Vater ein tiefgründiges Gespräch und so wanderte er daraufhin nach Amerika aus.

1823 war er bereit unter den Namen Charles Sealsfield ein neues Leben anzufangen und bald begann er zu schreiben. Anfangs schrieb er ein Reisewerk über Nordamerika und die englische Flugschrift „Österreich, wie es ist“, aber seine Hauptwerke waren anderer Art.
Er schrieb über das Schicksal der Indianer, fing das politische Geschehen seiner neuen Heimat in seinen Büchern ein und war somit der Begründer des exotischen Romans.
Seine Hauptwerke waren „Tokeah oder die Weiße Rose“, „Kajütenbuch“, „Die Prärie am Jacinto“, „Der Legitime und die Republikaner“ und „Lebensbilder aus der westlichen Hemisphäre“.
1845-46 erscheinen seine gesamten Werke bei Metzler in Stuttgart.

Postl selbst war in sich Gespalten. Im Herzen zwar Österreicher musste er sich in die Gestalt eines geborenen Amerikaners verwandelt um anerkannt zu werden. Auch verstand er es meisterhaft seinen wahren Gemütszustand zu maskieren. Was ihm eine eigene, nicht immer positive, persönliche Ausstrahlung gab. So sprach eine Frau um welche er warb :“nicht um Millionen würde ich die Frau dieses „unheimlichen“ Mannes werden“.

Gegen Ende seines Lebens konnte er noch einen lang gehegten Wunsch erfüllen, als er sich ein Bauernhaus bei Solothurn in der Schweiz erwarb. Er nannte es „Unter den Tannen“. Hier starb er am 26.Mai 1864.

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