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Klein-Teßwitz

Tschechischer Name: Dobsice

Fläche: 723 ha

Einwohner: 1.079 in 204 Häusern (1930: 772 Deutsche und 260 Tschechen)

Die Ansiedlung erscheint schon 1190 unter den Stiftungsgütern für das Kloster Bruck. 1376 und erneut 1394 erwähnt, findet sich „Tesznitz“ 1672 und ebenso 1678 in den Urbaren des Klosters Bruck verzeichnet. Der Zusatz „Klein-“ taucht erstmals in einer Kanzlei-Niederschrift der Stadt Znaim von 1846 auf (zur Unterscheidung von Teßwitz a. d. Wiese) und wird von da an beibehalten. Wie alle Gemeinden des „Thayabodens“ wurde auch Klein Teßwitz 1939 in die Stadt Znaim eingemeindet.

1809 Schlacht zwischen Klein-Teßwitz und Zuckerhandl.

Siegel: Anfang des 19. Jh. führte das Dorf ein 29 mm ¢ messendes Rundsiegel, das innerhalb der Umschrift „GEMEINDE TESSWITZ“ ein Winzermesser und eine Traube zeigt, ein Hinweis auf die damals überragende Bedeutung des Weinbaues im Gemeindebereich. Obwohl sich die Original-Petschaft dieses Siegels erhalten hat, dürfte das Siegel in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts nicht mehr verwendet worden und in Vergessenheit geraten sein. Im 20. Jahrhundert wurde lediglich ein bildloser Schriftstempel – seit 1920 zweisprachig – benutzt.

Industrie & Handel:

zwei Ziegeleien, Zündkapselfabrik, Gurkeneinmacherei, Weinhandel. Die Kunsttischler aus Klein-Teßwitz fertigten die Einrichtung der Stiftsbibliothek von Klosterbruck. (Nach Säkularisation nach Strahow). Leider ist der Ort heute in sehr schlechtem Zustand.

Kulturerbe:

Das Straßendorf hatte eine Kapelle z. Hl. Johannes v. Bruckbach und einen Glockenturm.

Die Volksschule bestand seit 1875 und wurde 1906 erneuert. Siebenschmerzsäule an der Hauptstraße.

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