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Walter_Donatzer

Walter Donatzer

Walter Donatzer wurde am 8.Februar 1878 in Kottingbrunn in Niederösterreich geboren.

Ab dem 4. Lebensjahr war er Vollwaise und lebte bei seiner Großmutter. Er ging auf die Lehrerbildungsanstalt in Wiener Neustadt und belegte dort im Jahre 1898 die Reifeprüfung. Bereits in diesen Studienjahren begann er mit den Schreiben von Gedichten. Nach einer kurzen Tätigkeiten in Felixdorf kam er in das Kinderasyl nach Feldsberg. Aus gesundheitlichen Gründen musste Donatzer den Lehrerberuf aufgeben, trat aber im Jahre 1917 in die Dienste des Fürsten Johann II. von Liechtenstein und brachte es dort bis zum Rentverwalter. Im Jahre 1920 entschied er sich in Feldsberg zu bleiben und nahm die tschechische Staatsbürgerschaft an. Bis 1929 war Donatzer auch der Vorleser des inzwischen greisen Fürsten und arbeitete weiters an der Archivierung der Bücherei der der Kunstwerke.

Nach dem 2. Weltkrieg kamen die Tschechen in sein Haus. Dort nahmen sie ihn fest, prügelten ihn mit Gewehrkolben aus dem Krankenbett und trieben ihn in Ketten nach Nikolsburg. Danach kam er in das Lager Grusbach.

Während all dieser Jahre schrieb er Gedichte, welche besonders durch deren Stimmungen einem im Gedächtnis blieben. Er verstand es wie kein Zweiter zu jeder Tages- und Nachtzeit aus dem Nichts Gedichte zu schaffen. Eine Sammlung seiner Gedichte die seine Frau anfing, gingen leider in den Vertreibungswirren verloren.

Walter Donatzer starb am 2.November 1946 in Grusbach an seinen Verletzungen.

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